Am 20. Oktober 2026 fand an der FOSBOS Memmingen der erste Probealarm des Schuljahres unter realitätsnahen Bedingungen statt. Unterstützt wurde die Übung von der Feuerwehr Memmingen, die mit vier Einsatzfahrzeugen anrückte.
Um den Ernstfall möglichst realistisch zu simulieren, wurde ein Treppenhaus mithilfe einer Nebelmaschine verraucht. Dadurch konnten zahlreiche Klassen ihren gewohnten Fluchtweg nicht nutzen und mussten auf alternative Fluchtwege ausweichen. Trotz des erhöhten Personenaufkommens in einem vergleichsweise kleinen Treppenhaus verlief die Evakuierung reibungslos. Dazu trugen insbesondere das disziplinierte und ruhige Verhalten aller Beteiligten bei.
Neben der Evakuierung standen auch verschiedene Rettungsszenarien auf dem Übungsplan: Drei vermisste Personen wurden als bewusstlose Übungsverletzte im verrauchten Treppenhaus positioniert und später von Feuerwehrkräften unter Atemschutz gerettet. Zudem befand sich eine Schülerin mit eingeschränkter Mobilität in einem Klassenzimmer im Obergeschoss. Sie wurde im Verlauf der Übung mithilfe der Drehleiter sicher gerettet.
Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Feuerwehr war für beide Seiten gewinnbringend. Die Schulgemeinschaft konnte die Evakuierung unter möglichst
realistischen Bedingungen erproben, während die Feuerwehr die Gelegenheit erhielt, einen Einsatz in einer Schule während des laufenden Betriebs zu trainieren – eine besondere Herausforderung, die sich nicht alltäglich bietet.
Ein herzlicher Dank gilt der Feuerwehr Memmingen für die Unterstützung und die professionelle Durchführung, den Übungsverletzten sowie allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Übung beigetragen haben.
Text: Patrick Müller
Fotos: Anna Schwarz






