Im Rahmen der Medienprävention in der Vorklasse wurde an unserer Schule das Projekt „#lassbewusstmachen“ der IKK mit vier Unterrichtsstunden durchgeführt. Es hat den Schülerinnen und Schülern großen Spaß gemacht.

Zwei Dozenten aus der Praxis stellten dabei die Themen Ernährung und Fitness vor. Alle beteiligten sich aktiv, stellten viele Fragen und diskutierten engagiert mit.

Die Inhalte wurden außerdem mit den sozialen Netzwerken verknüpft, in denen Jugendliche häufig unterwegs sind. Dabei wurden mehrere aktuelle Ernährungs- und Fitnesstrends besprochen, was besonders großes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern weckte.

Influencerinnen und Influencer erreichen eine große Zahl von Jugendlichen, die sich in einer Entwicklungsphase befinden, die häufig von Unsicherheiten, Findungsprozessen und der Suche nach Zugehörigkeit geprägt ist. Durch das Vermarkten von Produkten sowie das Präsentieren eines scheinbar perfekten, ausschließlich gesunden Ernährungs- und Fitnesslifestyles geraten viele Jugendliche unter Druck.

Sie identifizieren sich mit ihren Vorbildern, streben nach bestimmten Körper- und Schönheitsidealen und suchen nach Bestätigung. Genau deshalb spielt die präventive Auseinandersetzung mit diesen Themen eine besonders wichtige Rolle. Das Projekt bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, diese Inhalte kritisch zu reflektieren und einen bewussteren Umgang mit Social Media sowie mit Ernährungs- und Fitness-Trends zu entwickeln.

Ergänzend dazu wurden weitere vier Unterrichtsstunden von der Schulsozialpädagogin zum Thema Nutzung, Einfluss und Suchtpotenzial sozialer Netzwerke sowie zur Selbstdarstellung im Onlineleben durchgeführt. In Bezug auf die Identitätsbildung von Heranwachsenden wird den sozialen Medien eine stetig wachsende Rolle zugeschrieben.

Der Einfluss der Onlinewelt wird unter anderem mit der Theorie des sozialen Vergleichs erklärt, bei der der Vergleich mit anderen Personen im Mittelpunkt steht. Soziale Netzwerke wie YouTube, WhatsApp, TikTok und Instagram können negative Auswirkungen auf junge Menschen haben, da sie das Wohlbefinden senken und die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper erhöhen können.

Ein wichtiges Ziel der Medienprävention ist es daher, bei den Schülerinnen und Schülern eine kritische Reflexion über die Nutzung sozialer Medien und deren Einfluss auf das eigene Leben anzuregen.

Text und Fotos: Yulia Kazler, Schulsozialpädagogin