Zu Beginn begrüßten uns die Anleiter des DLR school-labs und informierten uns über den Tagesablauf sowie die Sicherheitsregeln. Anschließend wurden wir in Gruppen eingeteilt und besuchten verschiedene Experimentierstationen, an denen wir selbstständig arbeiten und experimentieren durften.

Ein Schwerpunkt des Tages waren alternative Treibstoffe für die Luftfahrt. Wir lernten, dass nachhaltige Treibstoffe und Wasserstoff künftig dazu beitragen können, den CO2 -Ausstoß des Flugverkehrs zu verringern.

Besonders beeindruckend war dabei ein Experiment zum Treibhauseffekt mit gasförmigen CO2.

Dabei wurde deutlich, dass diese Treibstoffe großes Potenzial bezüglich der Verringerung des CO2-Ausstoßes von Flugzeugen besitzen. Ihre Nutzung bringt jedoch noch technische Herausforderungen mit sich. Außerdem erfuhren wir, warum Leichtbau für moderne Flugzeuge so wichtig ist.

Durch leichte und gleichzeitig stabile Materialien wird weniger Treibstoff benötigt, wodurch Emissionen reduziert werden. Im Bezug darauf haben wir selber aus Papier, Klebeband und Styropor eigene Papierflieger gebaut und danach mit ihnen ein Weitflugwettbewerb bestritten.

Im Flugsimulator konnten wir selbst ein Flugzeug steuern und erleben, wie anspruchsvoll Start, Flug und Landung sind. Abstürze waren vorprogrammiert. Ein weiterer Schwerpunkt war der Einfluss des Luftverkehrs auf das Klima. Neben CO₂ tragen auch Kondensstreifen und andere Emissionen zur Erderwärmung bei.

Nach der Mittagspause besuchten wir das Institut für Physik der Universität Augsburg.

Zu Beginn wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Anschließend führten uns Professoren und Doktoranden der entsprechenen Lehrstühle durch verschiedene Labore und erklärten uns die Geräte und ihre Aufgaben. Wir sahen unter anderem ein Röntgenmikroskop, ein Elektronenmikroskop und ein Rasterkraftmikroskop.

Außerdem wurde uns eine PVD-Anlage gezeigt, die mithilfe eines Lasers sehr dünne Schichten auf andere Materialien auftragen kann.

Ein besonderes Highlight war der flüssige Stickstoff: Wir durften ihn sogar kurz anfassen, da die Haut durch den sogenannten Leidenfrost-Effekt für einen kurzen Moment vor dem tiefkalten Stickstoff geschützt ist.

Außerdem führte uns Prof. Hammerl faszinierende Effekte von Supraleitern vor und diskutierte diese währenddessen.

Interessant war auch, dass einige Mikroskope mit flüssigem Helium gekühlt werden. Dabei erfuhren wir, dass durch das Verdampfen des Heliums Kosten von etwa 100 Euro pro Tag entstehen.

Der Ausflug war sehr spannend und lehrreich. Wir konnten viele Geräte sehen, die in der Forschung eingesetzt werden, und haben einen guten Einblick in die Arbeit der Physiker an der Universität bekommen.

Wir hoffen, dass nächstes Jahr wieder ein ähnlicher Ausflug angeboten wird.

Text: Stefan Miller mit der Klasse 11FTB

Fotos: Hans-Jörg Eßbach