Auf den Spuren bayerisch-schwäbischer Juden – Ein Besuch in Fellheim

2019-03-07T08:05:37+00:007. März 2019|

Im Rahmen des Religionsunterrichtes machte sich am Mittwoch den 06.02.2019 die 12BW auf, den Spuren des jüdischen Lebens in der Region Bayerisch Schwaben nachzugehen.

Um 14 Uhr trafen wir bei der ehemaligen Synagoge in Fellheim ein. Dort erwartete uns im sehr schönen „Haus der Begegnung“ zunächst ein Vortrag über die jüdische Kultur und die jüdische Vergangenheit Fellheims. In diesem Dorf ist bis heute jüdische Geschichte präsent durch die noch existierenden Häuser der ehemaligen Judensiedlung. Wir erfuhren von den Gründen der Ansiedlung von Juden an diesem Ort im 17. Jahrhundert, viel über die geschichtliche Entwicklung dieser Gemeinde bis hin zur Deportation der bis 1942 noch verbliebenen 14 Fellheimer Juden nach Theresienstadt bzw. Piaski (Polen). Das Verlesen eines kurz vor der Deportation verfassten Abschiedsbriefes von Berta und Isaak Einstein an deren Kinder, der das schreckliche Schicksal des Paares bereits vermuten lässt, ging allen von uns nahe.

Nach dem Vortrag blieb noch kurz Gelegenheit zur Besichtigung einer kleinen Ausstellung zu jüdischen Ritualgegenständen auf der Empore der ehemaligen Synagoge.

Danach machten wir uns noch auf zum ehemaligen jüdischen Friedhof und staunten über die für uns teils fremden Eigenschaften der jüdischen Grabmale bzw. der jüdischen Gedenkkultur.

Beeindruckt von den Erfahrungen, die wir an diesem Nachmittag sammeln durften, möchten wir uns ganz herzlich beim Förderkreis der ehemaligen Synagoge Fellheim bedanken und schließen mit einem „Schalom“.