Die Freiheit der Berichterstattung und die Meinungsvielfalt wird weltweit sehr unterschiedlich bewertet. Jährlich macht daher die internationale Organisation „Reporter ohne Grenzen“ mit der Rangliste der Pressefreiheit auf diese Unterschiede aufmerksam. Darin ist auch Deutschland im Ranking vom 11. auf den 13. Platz zurückgefallen. Die Coronakrise hat in den letzten Jahren den Druck auf die Pressefreiheit weltweit erhöht. Besonders in Krisengebieten ist die völkerrechtlich garantierte Presse- und Meinungsfreiheit in vielen Ländern in Gefahr. Journalisten werden unter Druck gesetzt, bedroht und mit äußerst harten Strafen belegt. Medien werden zensiert oder verboten. Besorgniserregend ist insbesondere, dass immer häufiger Journalistinnen und Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes ums Leben kommen.

Internationaler Tag der Pressefreiheit (03. Mai)

Aufmerksam gemacht wird an diesem Tag auf die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung sowie auf Verletzung der Pressefreiheit. Der Tag wurde 1993 auf Vorschlag der UNESCO von der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingeführt.

Die Pressefreiheit gehört zu den wichtigsten Merkmalen einer freien Gesellschaft und ist leider nicht selbstverständlich.

Wenn niemand mehr über den Krieg berichtet, ist dann Frieden?

Wenn niemand mehr über inhaftierte Journalisten schreibt, sind dann alle wieder frei?

 

Text: R. Bürzle